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Weitere Inventare — der werbefinanzierte Teil des Fernsehers.

Neben den fünf großen Diensten mit Werbetarif liegt eine zweite Schicht: Kanäle, die von Anfang an werbefinanziert sind und auf dem Fernseher schon installiert sind, wenn er ausgepackt wird. Kein Abo, keine Anmeldung, keine Entscheidung gegen einen werbefreien Tarif — und deshalb ein anderes Publikum als bei Netflix oder Disney+.

Inventarblatt „Weitere Inventare — der werbefinanzierte Teil des Fernsehers“: links ein Fernseher, dessen Oberfläche drei Kacheln zeigt — kostenlose Kanäle, IPTV und Live-TV, Themenumfelder — mit der Plakette „3 Nutzungslagen“. Rechts oben sechs Kernfakten: werbefinanziert, TV-nah platziert, Spotfreigabe in 72 Stunden, CPM-Buchung, Brand Safe, Lean-back-Nutzung. Darunter die drei Inventar-Arten als Liste und ein Hinweiskasten: „Keine einzelne Reichweitenzahl — die Nutzung verteilt sich auf drei unterschiedliche Inventar-Typen.“ Daneben die Buchung: einzeln oder im Bundle, beratungsbasiert, Umfeld- und Zielgruppenfokus, Abrechnung auf CPM-Basis. Unten eine Reihe mit sechs Merkmalen: große TV-Sichtbarkeit, drei Inventar-Typen, CPM-basiert, messbar, Brand Safe, TV, Mobile und Tablet.

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Unser Inventarblatt zu den weiteren Inventaren. „72h Spot-Freigabe" im Bild meint 72 Stunden ab freigegebenem Spot.

FlächeKostenlose Kanäle, IPTV, Themenumfelder
Umfeldauf dem Fernseher vorinstalliert
Vorlauf72 Stunden ab freigegebenem Spot
AbrechnungCPM — pro tausend Einblendungen
Definition

Werbefinanziert von Anfang an, nicht als Tarifentscheidung.

Der Unterschied zu den fünf großen Diensten steckt nicht in der Technik, sondern in der Frage, wie der Zuschauer dort hingekommen ist.

Bei Netflix, Prime Video, Disney+, Sky und DAZN ist Werbung eine Tarifentscheidung: Der Zuschauer zahlt weniger und nimmt dafür Werbung in Kauf. Wer den teureren Tarif wählt, ist für Werbung nicht erreichbar.

Bei diesen Umfeldern gibt es diese Wahl nicht. Sie sind kostenlos und tragen sich über Werbung — das ist ihr Geschäftsmodell und nicht die günstigere von zwei Optionen. Viele davon sind auf dem Fernseher vorinstalliert: Wer einen Samsung- oder LG-Fernseher einschaltet, findet die Kanäle in der Programmliste, ohne etwas zu installieren.

Das macht drei Dinge anders. Erstens ist keine Anmeldung nötig, also gibt es weniger Profildaten und mehr Umfeld-Aussteuerung. Zweitens läuft ein Teil dieser Kanäle linear — ein Programm, das weiterläuft, ob jemand zuschaut oder nicht, wie im klassischen Fernsehen. Drittens ist die Nutzungslage eine andere: Man landet dort beim Durchschalten, nicht weil man eine bestimmte Serie sehen wollte.

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Drei Gruppen

Nicht ein Topf, sondern drei Nutzungslagen.

„Weitere Inventare" klingt wie ein Restposten. Es sind drei verschiedene Situationen vor demselben Bildschirm.

  • Kostenlose Kanäle auf dem FernseherVorinstalliert, linear, ohne Anmeldung — Samsung TV Plus und LG Channels auf den Geräten der beiden Hersteller, dazu Pluto TV und Rakuten TV. Der Zuschauer schaltet durch und bleibt hängen. Nächste Nutzungslage zum klassischen Fernsehen, die es im Streaming gibt.
  • IPTV und Live-FernsehenMagentaTV von der Deutschen Telekom und waipu.tv. Hier läuft echtes Live-Fernsehen über das Netz, oft mit Sport und Serien. Die Zuschauer haben einen Vertrag und eine Anmeldung — damit ist mehr über sie bekannt als bei den kostenlosen Kanälen.
  • ThemenumfelderVevo für Musikvideos, Netzkino für werbefinanzierten Film. Kein Vollprogramm, sondern ein Thema — und deshalb die einzige Gruppe hier, in der das Umfeld allein schon eine Zielgruppenaussage ist.
  • Und eine Ebene darunterDer Bestand nennt zusätzlich Roku und Titan OS. Das sind keine Sender, sondern Betriebssysteme von Fernsehern — Werbeflächen liegen dort auf der Startoberfläche des Geräts, nicht in einem Programm. Ein anderes Format und ein anderer Einkauf; ob und wie wir das anbieten, klären wir im Gespräch.

Eine Kanalzahl nennen wir nicht. Die kostenlosen Dienste nehmen laufend Kanäle auf und geben welche ab — bei einem beweglichen Wert wäre eine Zahl ohne Stand schlechter als keine. Wie viele Kanäle im Buchungszeitraum offen sind und welche davon zu deinem Umfeld passen, steht im Angebot.

Abgrenzung

Werbetarif, kostenloser Kanal, IPTV — drei verschiedene Zuschauer.

Dieselbe Ausspielung auf demselben Fernseher, und trotzdem nicht dieselbe Kampagne.

Werbetarif der fünf großenKostenloser KanalIPTV und Live-TV
Warum dort Werbung läuftTarifentscheidung des ZuschauersGeschäftsmodell des DienstesMischung aus Abo und Werbung
Anmeldungja, Konto mit Tarifneinja, Vertrag
Nutzungslagegezielt eine SerieDurchschalten, hängenbleibenLive, oft Sport
Programm läuft weiter, wenn niemand schautnein, Abrufja, linearja, linear
Woran ausgesteuert wirdProfil und GenreKanal, Region, UhrzeitVertragsdaten und Umfeld
Belegte Reichweite je Dienstja, eine je Plattformseiteliegt uns nicht vorliegt uns nicht vor
Wofür es taugtAufmerksamkeit in Premium-UmfeldMenge und WiederholungTermin und Gleichzeitigkeit

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Die letzte Zeile ist die, nach der ein Plan gebaut wird. Diese Umfelder sind die Mengenschicht, nicht die Prestigeschicht. Wer eine Marke in einem hochwertigen Umfeld zeigen will, bucht die fünf großen. Wer Kontakte in Menge braucht und Wiederholung verträgt, ist hier günstiger dran — und wer beides will, kombiniert, mit einer Häufigkeitsgrenze über alle Umfelder hinweg.

Die fünf großen im Einzelnen: Netflix · Prime Video · DAZN · Disney+ · Sky

Datenlage

Warum es für diese Umfelder keine belastbare Reichweitenzahl gibt.

Die Zahlen, die dazu kursieren, messen drei verschiedene Dinge.

Uns liegt für keines dieser Umfelder eine belegte Reichweitenangabe für Deutschland vor. Nicht, weil es keine gäbe, sondern weil die Zahlen, die kursieren, drei verschiedene Dinge messen: verkaufte Fernsehgeräte, aktivierte Dienste und tatsächliche Zuschauer. Wer sie in einen Satz packt, rechnet mit drei Größen als wären sie eine.

Was wir stattdessen zusagen können: die Zahl der ausgelieferten Einblendungen in deiner Kampagne, je Umfeld getrennt, nach Ablauf. Das ist weniger schön als eine große Zahl vorher und für eine Planung mehr wert.

Wenn du eine Zahl vorher brauchst, sag es — wir holen sie beim Vermarkter mit Stand und Bezugsgröße ein und schreiben sie in das Angebot.

Buchung

Einzeln oder im Bundle — meistens im Bundle.

Und das hat einen praktischen Grund, keinen vertrieblichen.

Einzeln buchbar ist jedes dieser Umfelder. Sinnvoll ist es selten: Ein einzelner kostenloser Kanal liefert im gewünschten Zeitraum oft nicht genug Menge, damit die Zahlen am Ende mehr sind als Zufall. Deshalb laufen diese Umfelder in der Regel als Bundle in Rotation.

Was das Bundle für dich ändert: Eine Buchung, ein Werbemittel, eine Auswertung — und eine Häufigkeitsgrenze über alle Umfelder hinweg. Ohne die sieht derselbe Haushalt denselben Spot auf drei Kanälen, weil drei Vermarkter unabhängig voneinander zählen. Das ist der häufigste Fehler in dieser Schicht und der Grund, warum wir das Bundle aus einer Hand steuern.

Der Spot ist derselbe wie bei den großen Diensten: 1920 × 1080 Pixel im Format 16:9, MP4 in H.264, 15 oder 30 Sekunden. Wer für die fünf großen produziert hat, kann hier ohne neue Produktion mitlaufen. Genaue Anlieferungsgrenzen je Vermarkter bestätigen wir vor der Buchung.

Vorlauf: 72 Stunden ab freigegebenem Spot, wie im ganzen CTV-Geschäft. Bei einem Bundle über mehrere Vermarkter planen wir einen Werktag mehr ein.

Messung

Woran wir Erfolg messen.

In dieser Schicht ist die wichtigste Kennzahl keine Wirkungsgröße, sondern eine Verteilungsgröße.

  • Einblendungen je UmfeldGetrennt ausgewiesen, nie als Summe. Bei einem Bundle aus sechs Umfeldern ist die Summe die uninteressanteste Zahl im Bericht.
  • Wie weit der Spot gesehen wurdeBei nicht überspringbarer Ausspielung liegt dieser Wert hoch — das ist eine Eigenschaft des Formats und kein Verdienst der Kampagne. Wir schreiben ihn deshalb mit, verkaufen ihn aber nicht als Erfolg.
  • Verteilung über die UmfelderOb die Menge dort gelandet ist, wo sie geplant war. Ein Bundle kippt gern in ein Umfeld, weil dort am meisten Fläche frei ist.
  • Häufigkeit je HaushaltDie Kennzahl dieser Schicht. Zu viel Wiederholung kostet Sympathie und bringt nichts dazu.
  • Kosten pro tausend Einblendungen, je UmfeldSo wird sichtbar, welches Umfeld die Menge günstig liefert und welches nur billig aussieht.
  • Wirkung auf der ZielseiteÜber einen eigenen Auslieferungsweg je Umfeld, damit erkennbar bleibt, welches Umfeld getragen hat.

Vergleichswerte zu anderen Kampagnen nennen wir nicht. Was wir gemessen haben, gilt für die Kampagne, in der wir es gemessen haben.

Warum wir

Ein Auftrag statt sechs Vermarkter.

Und vier Fälle, in denen wir von dieser Schicht abraten.

Der Einkauf ist hier zersplittert. Jedes Umfeld hat seinen Vermarkter, seine Anlieferungsgrenzen und seinen Bericht. Wer selbst bucht, führt sechs Gespräche, liefert sechsmal aus und rechnet die Häufigkeit hinterher von Hand zusammen — wenn er sie überhaupt zusammenrechnen kann.

Wir bündeln das zu einer Buchung, gesteuert in OneWerk, ausgewertet in insightWerk — dieselben Systeme wie für die fünf großen Plattformen, die Checkout-Flächen und die Verteiler. Die Häufigkeitsgrenze läuft dadurch über alle Umfelder, nicht je Vermarkter.

Und die Grenzen:

  • Wenn das Umfeld die Botschaft tragen sollEine Marke, die von ihrem Umfeld lebt, gehört in den Werbetarif eines Premium-Dienstes. Zwischen zwei Wiederholungen einer Doku-Serie auf einem kostenlosen Kanal steht sie richtig platziert und falsch umgeben.
  • Wenn eine Zahl vorher gebraucht wirdFür diese Umfelder liegt uns keine belegte Reichweite vor. Wer eine Planzahl im Angebot braucht, bekommt sie von uns beim Vermarkter eingeholt — das kostet Tage, nicht Minuten.
  • Sehr enge ZielgruppenOhne Anmeldung gibt es kaum Profildaten. Ausgesteuert wird über Kanal, Region und Uhrzeit. Wer dreißig Einkaufsleiter erreichen will, ist mit einem Mailing besser dran.
  • Kleine Budgets auf viele UmfelderEin Bundle über sechs Umfelder mit kleiner Menge erzeugt sechs Berichte, aus denen sich nichts lernen lässt. Dann lieber zwei Umfelder mit genug Menge — und wir sagen das, obwohl das Bundle für uns der bequemere Auftrag wäre.
Fragen

Was uns dazu gefragt wird.

Neun Fragen aus laufenden Projekten.

Was sind „kostenlose Kanäle" auf dem Fernseher genau?

Programme, die ohne Abo und ohne Anmeldung laufen und sich über Werbung tragen. Sie sind auf vielen Fernsehern vorinstalliert — bei Samsung als Samsung TV Plus, bei LG als LG Channels — und laufen linear, also als fortlaufendes Programm statt auf Abruf. Im Markt heißen sie FAST-Kanäle, für „free ad-supported streaming television".

Wie viele Kanäle gibt es dort?

Eine Zahl nennen wir hier nicht, weil sie sich laufend ändert: Diese Dienste nehmen Kanäle auf und geben welche ab. Wie viele im Buchungszeitraum offen sind und welche zu deinem Umfeld passen, steht im Angebot.

Wie viele Zuschauer erreiche ich damit?

Dazu liegt uns keine belegte Angabe für Deutschland vor, und wir nennen deshalb keine. Die kursierenden Zahlen messen verschiedene Dinge — verkaufte Geräte, aktivierte Dienste, tatsächliche Zuschauer. Wenn du eine Planzahl brauchst, holen wir sie beim Vermarkter mit Stand und Bezugsgröße ein.

Brauche ich einen anderen Spot als für Netflix oder Sky?

Nein. 1920 × 1080 Pixel, 16:9, MP4 in H.264, 15 oder 30 Sekunden — dieselbe Anlieferung wie bei den fünf großen Diensten. Wer dafür produziert hat, kann hier mitlaufen. Die genauen Grenzen je Vermarkter bestätigen wir vor der Buchung.

Kann ich einzelne Plattformen auswählen?

Ja. Sinnvoll ist es selten, weil ein einzelnes Umfeld im gewünschten Zeitraum oft nicht genug Menge liefert. Ausschließen lässt sich dagegen jedes Umfeld — Ausschlusslisten sind hier genauso möglich wie bei den großen Diensten.

Wie verhindere ich, dass derselbe Haushalt den Spot dreimal sieht?

Über eine Häufigkeitsgrenze, die über alle Umfelder läuft statt je Vermarkter. Genau das ist der Grund, das Bundle aus einer Hand zu steuern: Sechs Vermarkter zählen sonst unabhängig voneinander, und die Summe merkt niemand.

Ist das günstiger als Netflix oder Disney+?

In der Regel liegt der Preis pro tausend Einblendungen niedriger — was sich lohnt, entscheidet aber das Ziel und nicht der Preis. Diese Schicht liefert Menge und Wiederholung, die Werbetarife der großen Dienste liefern Umfeld. Preise nennen wir nicht auf der Website, sondern im Angebot auf deinen Fall gerechnet.

Läuft Werbung dort auch auf der Startseite des Fernsehers?

Auf manchen Geräten gibt es Werbeflächen auf der Startoberfläche des Betriebssystems — der Bestand nennt dazu Roku und Titan OS. Das ist ein anderes Format als ein Spot im Programm und ein anderer Einkauf. Ob und wie wir das anbieten, klären wir im Gespräch.

Wie lang ist der Vorlauf?

72 Stunden ab freigegebenem Spot, wie im ganzen CTV-Geschäft. Bei einem Bundle über mehrere Vermarkter planen wir einen Werktag mehr ein.
Nächster Schritt

Menge oder Umfeld?

Mit dieser Antwort steht, ob diese Schicht die richtige ist, ob es die Werbetarife der fünf großen Dienste sind — oder beides, mit einer Häufigkeitsgrenze darüber. Wenn dein Ziel hier nicht bedient wird, sagen wir dir das.

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