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E-Mail-Marketing-Agentur: zwei Wege ins Postfach.

Du kannst den Verteiler eines Versandpartners mieten oder dir einen eigenen Bestand aufbauen. Das sind zwei verschiedene Geschäfte mit verschiedenen Kosten, verschiedenem Tempo und verschiedenem Ergebnis. Diese Seite sortiert sie — und sagt, wann welcher trägt.

Die Weiche

Mieten oder besitzen — das ist die erste Entscheidung.

Sie fällt vor allem anderen, und sie fällt selten bewusst.

Beide Wege führen in ein Postfach, und dort hört die Ähnlichkeit auf. Der eine kostet Geld und liefert sofort. Der andere kostet Zeit und liefert dauerhaft. Wer den falschen wählt, merkt es erst nach Monaten.

Weg 1

Den Verteiler eines Versandpartners mieten

Deine Botschaft geht an Empfänger, die einem anderen ihre Einwilligung gegeben haben. Der Partner ist der Absender, die Adressen bleiben bei ihm, du bekommst die Menschen, die geklickt haben.

Das trägt, wenn du Menschen erreichen willst, die dich noch nicht kennen — und wenn es schnell gehen soll.

Wie ein Standalone-Mailing abläuft →

Weg 2

Einen eigenen Bestand aufbauen

Menschen tragen sich bei dir ein — über ein Formular, eine Anmeldung, ein Gewinnspiel. Die Einwilligung gilt dir, der Kontakt gehört dir, und du kannst denselben Menschen ein zweites Mal ansprechen, ohne erneut zu zahlen.

Das trägt, wenn du wiederkehrend verkaufst und nicht dauerhaft für jede Ansprache neu bezahlen willst.

Wie ein Bestand entsteht →

Der Unterschied ist nicht die Reichweite, sondern die Verfügungsgewalt.

Wer Reichweite mietet — ob über einen Verteiler, ein soziales Netzwerk oder eine Suchmaschine —, verliert den Zugang, sobald das Budget endet oder der Anbieter seine Regeln ändert. Ein eigener Bestand ist der einzige Kanal, in dem diese Entscheidung bei dir liegt.

Das ist kein Argument gegen den ersten Weg. Die meisten fangen mit ihm an, weil ein Bestand am Anfang nun einmal leer ist — und nutzen ihn, um den zweiten zu füllen. Wie das zusammengeht, steht in der Fragenliste unten.

Arbeitsteilung

Was bei uns liegt, und was bei dir bleibt.

Vor dem Vertrag geklärt ist besser als danach.

bei dirbei uns
Das WerbemittelAngebot, Botschaft, BildrechteHTML- und Textfassung, Test in den gängigen Programmen
Die Zielgruppewen du erreichen willstSelektion und Prüfung, ob sie in der Menge verfügbar ist
Der VersandTechnik, Zustellung, Zeitpunkt
Die AdressprüfungVerifizierung vor jedem Versand, siehe unten
Die ZielseiteSeite, Formular, Shop — und was dort nach dem Klick passiertHinweis, wenn dort etwas fehlt
Kontakte aus Weg 2gehören dir, mit Einwilligung für dichÜbergabe im vereinbarten Format
Beim AufhörenWerbemittel, Auswertungen, KontakteÜbergabe ohne Bedingungen

Tabelle seitlich scrollbar →

Eine Zeile fehlt bewusst: die Adressen aus Weg 1. Die bekommst du nicht, und das ist keine Zurückhaltung, sondern der Kern des Modells — die Einwilligung wurde dem Versandpartner gegenüber erteilt und gilt nicht für dich. Warum das kein Adresskauf ist, steht auf der Leistungsseite.

Handwerk

Warum vor jedem Versand die Adressen geprüft werden.

Die unscheinbarste Leistung, und die mit den größten Folgen.

Postfachanbieter bewerten den Absender, nicht die einzelne Nachricht. Wer an tote Adressen sendet, sammelt Zustellfehler; wer an Menschen sendet, die sich nicht erinnern können, sammelt Beschwerden. Beides senkt die Bewertung des Absenders — und die gilt für alles, was danach kommt.

Am Ende dieser Kette steht die Sperrliste. Wer dort landet, dessen Nachrichten erreichen den Posteingang nicht mehr, auch die an Empfänger, die ausdrücklich darauf warten. Der Weg zurück ist mühsam und dauert.

Das ist der Grund, warum ein großer, ungepflegter Verteiler den kleinen, sauberen daneben beschädigt. Menge ist in diesem Kanal keine Stärke, sondern ein Risiko, das gepflegt werden muss.

Deshalb läuft vor jedem Versand eine Prüfung — ungültige und nicht mehr zustellbare Adressen fallen vorher aus, nicht im Versand. Bei Weg 1 betrifft das den Bestand des Versandpartners, bei Weg 2 deinen eigenen. Was ein Versandsystem dafür können muss, steht in Versandsystem auswählen.

Der Anfang

Zwei Angaben genügen für das erste Gespräch.

Wen willst du erreichen, und wie viele?

Mehr braucht es nicht, um zu klären, welcher der zwei Wege für dich trägt. Die zweite Angabe entscheidet mehr, als sie aussieht: Unterhalb einer bestimmten Menge lässt sich in diesem Kanal nichts messen, weil jeder Unterschied Zufall sein kann.

  1. GesprächZiel, Zielgruppe, Menge, vorhandener Bestand. Danach sagen wir, welcher Weg passt — oder ob keiner passt.
  2. VorschlagSelektion, Abrechnungsmodell und was gemessen wird. Keine Öffnungs- oder Klickrate als Zusage, weil wir deine Kampagne noch nicht gemessen haben.
  3. WerbemittelDu lieferst es oder wir bauen es. Die technischen Grenzen sind eng und stehen im Leitfaden.
  4. Freigabe und PrüfungDu gibst frei, parallel wird der Adressbestand verifiziert.
  5. Versand und AuswertungErste Klicks am Versandtag, belastbare Auswertung nach etwa einer Woche.
Maßstab

Woran wir uns messen lassen — und was wir nicht versprechen.

Die bekannteste Kennzahl dieses Kanals ist die unzuverlässigste.

Die Öffnungsrate ist als Maßstab kaputt, und zwar nicht ein bisschen. Gemessen wird über ein unsichtbares Bild — Programme, die Inhalte vorab laden, erzeugen Öffnungen ohne Menschen, Programme, die Bilder blockieren, erzeugen keine. Warum die Zahl trotzdem überall steht und was sie noch taugt, steht in Öffnungsraten verbessern.

Was du auf dieser Seite nicht findest, ist eine Öffnungs- oder Klickrate, die wir dir vorher versprechen. Vergleichswerte nennen wir, wenn wir sie in deiner Kampagne gemessen haben. Vorher nicht.

Woran du uns dagegen festhalten kannst: dass je Verteiler getrennt ausgewiesen wird und nicht als Durchschnitt, dass Abmeldungen und Beschwerden als Frühwarnzeichen gelesen werden statt als Betriebsunfall — und dass wir es sagen, wenn ein Versand nicht getragen hat.

Auswahl

Fünf Fragen, die jede E-Mail-Agentur beantworten können muss.

Auch wir. Die Antwort kann gegen uns ausgehen.

Im E-Mail-Kanal entscheidet die Auswahl des Anbieters mehr als in jedem anderen, weil zwei Dinge nicht rückholbar sind: eine Einwilligung, die nicht trägt, und ein beschädigter Ruf des Absenders. Fünf Fragen, die beides vorher sichtbar machen.

  • Woher kommen die Adressen, und wer hat die Einwilligung? Wer darauf ausweichend antwortet, hat entweder keine Antwort oder keine gute. Die Herkunft ist in diesem Kanal das Produkt.
  • Was passiert mit Abmeldungen und Beschwerden? Wer sie als Störung behandelt statt als Messwert, wird die Zustellprobleme später nicht erklären können.
  • Was messt ihr statt der Öffnungsrate? Wer sie weiter als Hauptkennzahl führt, misst eine Zahl, die seit Jahren mehrdeutig ist.
  • Was gehört mir, wenn wir aufhören? Kontakte, Werbemittel, Auswertungen, Konten. Diese Frage vor dem Vertrag zu stellen ist unangenehm und danach zu spät.
  • Welcher Versand ist zuletzt danebengegangen, und was habt ihr geändert? Wer darauf kein Beispiel hat, wertet nicht aus.

Spezialist oder Full-Service? Im E-Mail-Kanal hat die Frage eine eigene Schärfe: Der Ruf des Absenders ist unteilbar. Wer ihn führt, muss auch entscheiden dürfen, was nicht versendet wird — und diese Entscheidung lässt sich schlecht auf zwei Häuser aufteilen. Die allgemeine Fassung der Überlegung steht in Leitfaden 01, Kapitel 09.

Woran man einen Versandpartner erkennt, bei dem man nicht nachfragen muss, steht in Seriöses E-Mail-Marketing.

Grenzen

Drei Fälle, in denen wir die falsche Wahl sind.

Lieber im Erstgespräch als im dritten Monat.

  • Deine Zielgruppe besteht aus wenigen hundert Betrieben. Dort trägt der persönliche Weg. Unterhalb einer bestimmten Menge misst man in diesem Kanal Rauschen, nicht Wirkung.
  • Du verkaufst eine erklärungsbedürftige Investition ohne Zwischenschritt. Eine einzelne Nachricht ersetzt keine Beratung. Sie kann den Termin anbahnen — den Abschluss nicht.
  • Hinter dem Klick wartet keine Seite, die auf die Nachricht antwortet. Ein Mailing, das auf eine allgemeine Startseite führt, verliert die Hälfte der Menschen, die es überzeugt hat.

Und ein vierter, der uns selbst betrifft: Wenn dein Schwerpunkt bei den Suchmaschinen liegt, sind wir nicht die Richtigen — weder für Anzeigen noch für Optimierung. Was wir sonst noch nicht anbieten, steht auf der Seite zur Performance-Marketing-Agentur.

Das Haus

Eigene Verteiler, eigener Versand, eigene Teams.

Fürth und Wien, kein Netzwerk aus Freiberuflern.

Wir betreiben den Versand selbst. Eigene Verteiler, eigene Versandinfrastruktur — keine geliehene Zustellbarkeit. Das ist der Unterschied, der sich im Adressmanagement oben auszahlt: Wer die Infrastruktur selbst betreibt, trägt die Folgen eines schlechten Bestands unmittelbar und pflegt ihn entsprechend.

Wer deine Aussendung plant, kennt den Verteiler, in den sie geht — das ist keine Schnittstelle zu einem Dienstleister dahinter, sondern derselbe Schreibtisch. Mit wem du es zu tun hast, steht auf Über uns mit Namen, Gesicht und Rolle, nicht als Teamgröße.

E-Mail ist bei uns außerdem kein Einzelkanal. Die Flächen nach dem Kauf und die Portale betreiben wir ebenfalls selbst, und das ändert, was eine einzelne Nachricht leisten muss: Sie hat den Abschluss nicht allein zu tragen. Wie die Teile zusammenspielen, steht unter Unser Ansatz.

Fragen

Was uns im Erstgespräch gefragt wird.

Acht Fragen aus laufenden Projekten.

Welcher der zwei Wege ist der richtige für uns?

Wenn du schnell Menschen erreichen willst, die dich noch nicht kennen: der erste. Wenn du wiederkehrend verkaufst und nicht dauerhaft für jede Ansprache neu zahlen willst: der zweite. In der Praxis fangen die meisten mit dem ersten an und nutzen ihn, um den zweiten zu füllen — vorausgesetzt, hinter der Anzeige steht ein Formular, in das sich jemand eintragen kann.

Können wir mit einem Mailing gleichzeitig verkaufen und Adressen sammeln?

Technisch ja, praktisch selten gut. Eine Nachricht mit zwei Aufforderungen erreicht meistens beide Ziele halb. Sinnvoller ist, das Ziel je Versand festzulegen und die zweite Absicht auf die Zielseite zu verlegen — dort stört sie nicht.

Was kostet E-Mail-Marketing?

Das hängt an Menge, Selektionstiefe und Abrechnungsmodell und liegt im B2B deutlich höher als im B2C. Dieselbe Menge kostet je nach Selektion sehr Verschiedenes — deshalb rechnen wir es an deinem Fall durch statt eine Liste danebenzulegen.

Wie schnell kann ein Versand starten?

48 Stunden im B2C, 72 Stunden im B2B, jeweils ab freigegebener HTML- und Textfassung. Die Zeit geht in Prüfung, Selektion und Verifizierung des Bestands — nicht in Wartezeit.

Wir haben schon einen Verteiler. Könnt ihr den übernehmen?

Wenn die Einwilligungen dokumentiert sind und sich der Herkunft nach zuordnen lassen: ja. Wenn nicht, ist die ehrliche Antwort, dass ein Bestand ohne nachweisbare Herkunft kein Bestand ist, sondern ein Risiko. Was beim Wechsel zwischen Systemen tatsächlich mitgeht, steht in Warum ein eigener Datenbestand umziehen kann.

Braucht es für den Aufbau eines eigenen Verteilers ein Gewinnspiel?

Nein, es ist nur der schnellste Weg. Jede Strecke funktioniert, an deren Ende ein Mensch freiwillig seine Adresse hinterlässt — ein Ratgeber, eine Preisbenachrichtigung, ein Konto. Entscheidend ist nicht der Anlass, sondern ob das, was danach kommt, zum Anlass passt.

Wie unterscheidet ihr euch von einer Full-Service-Agentur?

Dass wir Verteiler und Versandinfrastruktur selbst betreiben und die Flächen nach dem Kauf ebenfalls. Ein Full-Service-Haus deckt dafür Kanäle ab, die wir gar nicht anbieten — und hält die Fäden zusammen, wenn das bei dir sonst niemand tut. Welche Kanäle bei uns fehlen, steht auf der Seite zur Performance-Marketing-Agentur.

In welchen Ländern seid ihr tätig?

Im deutschsprachigen Raum — Deutschland, Österreich, Schweiz. Die Teams sitzen in Fürth und Wien.
Nächster Schritt

Wen willst du erreichen, und wie viele?

Mit diesen zwei Angaben lässt sich klären, welcher der beiden Wege trägt, welches Abrechnungsmodell passt und was es kostet. Wenn der Kanal nicht zu deinem Angebot passt, sagen wir dir das.

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